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Person standing on rooftop overlooking futuristic city with neon symbols floating overhead

Holen Sie sich Ihr Urteil zurück!

In einer Welt der Verschwörungstheorien, die anfänglich von denen produziert wurden, die heute andere als deren Opfer bezichtigen, ist es ungemein schwer geworden, Wahrheit und Lüge voneinander zu unterscheiden. Das Manöver der gezielten Verwirrungsstiftung ist dermaßen weit gediehen, dass die Verwendung von Begriffen wie Lüge und Wahrheit bereits zu einer heiklen Angelegenheit gediehen ist. Wer mit ihnen operiert, ist sehr schnell im Lager besagter Verschwörungstheoretiker. Was, wenn man den Verstand behalten hat, ein Widerspruch in sich ist. Aber genau das ist das Wesen von Mystifikation, Propaganda und Manipulation.

Die auch in diesem Zusammenhang bereits schwer verdächtigen Formulierungen wie „man darf ja nicht mehr sagen“ drücken genau den Status der bereits geglückten Verwirrung aus. Sagen darf man alles. Und diejenigen, die den Aussagenden bereits schlecht beleumunden, weil er Worte wie Lüge oder Wahrheit benutzt, sind bereits überführt als Bestandteil der Verwirrungsstrategie. Mit dieser Kohorte sollte man sich allerdings nicht zu lange aufhalten. Erstens, weil ihre Vertreter entweder bewusste Agenten der Täuschung oder selbst hoffnungslos verstrahlte Opfer derselben sind.

Die wesentlich wichtigere Frage ist die nach der eigenen Orientierung. Und da empfiehlt es sich, auf die eigenen Erfahrungen zurückzugreifen, die geprägt sind von der Notwendigkeit, als Bestandteil eines sozialen Gefüges sich einerseits behaupten zu müssen und andererseits von gelungener Kooperation und einem prägenden Gemeinschaftssinn zu profitieren. Wie es ein heute nicht mehr oft gebräuchliches, aber aufgrund perverser Entwicklungen doch aktuelles Wort erklären würde, ist es kein Hexenwerk, für sich den richtigen Weg der Erkenntnis wie des Urteils zu finden. Auch wenn, und das selbst ist wiederum ein Indiz für die mystifikatorische Absicht, der Hinweis als zu profan und naiv weil die Komplexität ignorierender Rat ist. Machen sie sich nichts daraus. Getroffene Hunde bellen.

Stellen Sie sich einfach bei allem vor, womit sie konfrontiert werden, an Figuren, an Plänen, an Methoden, an Verhalten, was passieren würde, wenn es sich in ihrer Familie, in ihrem Freundeskreis, in ihrem Betrieb oder in ihrem Verein ereignen würde. Dann wissen sie alles. Welche Rolle würden die Figuren in ihrem vertrauten Ensemble spielen? Oder wären sie gar nicht dabei? Aufgrund welcher Eigenschaften oder Defizite?  Wie realistisch wären vergleichbare Pläne in ihrem Umfeld? Wie würde Ihr Kreis darauf reagieren? Wie vertretbar sind die Methoden in Ihrer Welt? Oder stießen diese auf massiven Widerstand? Und was wäre, wenn Sie sich verhielten wie die, die die großen Geschicke des Landes leiten sollen? In ihrer Familie, in ihrem Betrieb oder in ihrem Verein? Wie lange wären Sie wohl noch in einem dieser sozialen Verbände gern gesehen? 

Wie es so ist im Leben. Der Weg beginnt zumeist mit einer einfachen Idee. Sie geht einen sehr komplizierten Pfad, bis sie das Stadium erreicht, wo ihre Schlichtheit im unbestechlichen Licht der Sonne in ihrer Einfachheit offenbar wird. 

Fangen Sie ganz einfach an! Mit den Figuren! Wen würden Sie gerne adoptieren, aufnehmen oder einstellen? Wenn Sie die Übung hinter sich haben, wird bereits vieles klarer sein als vorher. Und lassen Sie sich nicht davon abbringen, mit dem Argument, in Wirklichkeit sei alles viel komplizierter. Wenn das Geprüfte nicht in Ihre einfache Wirklichkeit passt, wie sollte es sich dann eignen für eine viel kompliziertere Welt? Das ist plumpe Demagogie! Holen Sie sich Ihr Urteil zurück!

Holen Sie sich Ihr Urteil zurück!