Krise und Normalität

Ein Gedanke zu „Krise und Normalität

  1. Avatar von TillsitterTill Sitter

    Ja, Angst und Hoffnung. Wie spricht die Klugheit in Goethes Faust?

    „Zwei der größten Menschenfeinde,
    Furcht und Hoffnung, angekettet,
    Halt‘ ich ab von der Gemeinde;
    Platz gemacht! ihr seid gerettet.
    Den lebendigen Kolossen
    Führ‘ ich, seht ihr, turmbeladen,
    Und er wandelt unverdrossen
    Schritt vor Schritt auf steilen Pfaden.
    Droben aber auf der Zinne
    Jene Göttin, mit behenden
    Breiten Flügeln, zum Gewinne
    Allerseits sich hinzuwenden.
    Rings umgibt sie Glanz und Glorie,
    Leuchtend fern nach allen Seiten;
    Und sie nennt sich Viktorie,
    Göttin aller Tätigkeiten.“

    Die Erkenntnis ist also nicht neu. Trotzdem findet kein Lernprozess statt? Na, ist der denn überhaupt gewollt? Welches Elternpaar trommelt denn in einer Krise die Kinder zusammen, um ihnen tagtäglich von früh bis spät mit dieser Krise Angst zu machen, mit hohlen Phrasen die Hoffnung auf Besserung zu wecken und dabei mit blindem Aktionismus vorgeblich gegen die Krise vorzugehen? Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt, halten die Krise so gut wie möglich von ihren Kindern fern, spucken in die Hände und tun alles, um die Krise abzuwenden. Nicht so unsere „Landesväter- und mütter. Die verfolgen ihre egoistischen Ziele und brauchen gar keinen Lernprozess, die wissen genau was sie tun. Kommen Krisen nicht von allein, werden Krisen, wie praktisch alle die im Video aufgezählten, geschaffen. Während das Volk in Angst und Hoffnung erstarrt, wird lustig geplündert. Der Lernprozess muss beim Volk einsetzen und damit bin ich schon wieder bei der vergeblichen Hoffnung. Bukowski wusste sicher, warum er sich so gehen lassen hat.

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