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Four players gather around a miniature tabletop battle game in a neon arcade

Ein Geruch von Autokratie

Unabhängig davon, welcher Fragestellung man sich widmet, das Ergebnis bei der Betrachtung der gegenwärtigen Herangehensweise ist desaströs. Gerade vor ein paar Tagen hat ein prominenter Vertreter des Kieler Weltwirtschaftsinstituts das Programm des Bundesverteidiguungsministers in der Luft zerrissen. Weder die Massenproduktion von Panzern, noch die Errichtung von Kasernen, so der Ökonom, hätten Aussicht, in einem kriegerischen Konflikt der nahen oder ferneren Zukunft noch eine entscheidende Bedeutung. Er verwies dabei auf die Erfahrungen im laufenden Ukraine-Krieg, die den technologischen, den taktischen und den strategischen Wandel innerhalb kurzer Zeit illustrieren. Wichtig sei die Fähigkeit von Drohnenproduktion und der Einsatz von KI. Das aktuelle Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung haben davon nichts auf dem Zettel und verausgabe hunderte von Milliarden für museale Arsenale. 

Einmal abgesehen von der grundsätzlichen Frage, ob es nicht besser und billiger käme, wenn man sich auf die Realitäten stützte, die Interessen des eigenen Landes und des Kontinents im Auge hätte, auf Diplomatie setzte und in die Entwicklung einer Friedensordnung investierte, schließt sich an die Frage der instrumentellen Militarisierung der nächste Fauxpas an. Nämlich der bewusste Ausschluss der militärischen Emissionen bei der Erstellung von Klimabilanzen. Betrachtet man die gegenwärtigen, nahezu hanebüchenen Appelle und Vorschläge auch der EU, was zu geschehen sei, „um das Klima zu retten“, was als Formulierung in einem guten Deutschunterricht schon zu einem Tadel führen müsste, ohne mit einem Wort die gegenwärtig heißen Kriege, die sich häufenden Manöver und das gigantische Ausmaß der Waffenproduktion zu erwähnen, dann wird deutlich, wie seicht es um die Sorge hinsichtlich des Klimas bestellt ist. Dass weder die Aktivisten noch die Partei der Grünen an einer solchen Enthüllung arbeiten, dokumentiert ihre Zugehörigkeit zum Ensemble der bewussten Mystifikation. 

Und gesetzt den Fall, es käme tatsächlich zu einem Krieg mit Russland.  Einmal abgesehen von dem dezenten Unterschied in der jeweiligen Mentalität, die jenseits der Technik kriegsentscheidend ist, was wäre eigentlich zu verteidigen?  Wenn der immer geringer werdende juvenile Teil einer alternden Gesellschaft zur Front geschickt wird, dezimiert wieder heimkehrt, aber ein großes Ausmaß an flüchtenden Ukrainern, Polen, Rumänen, Bulgaren etc. sich Richtung Westen orientierten? Welche Art von Bevölkerung befände sich dann noch in der Gemarkung mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland? Hat schon einmal jemand von den medial gefeierten Pulvernasen oder den Chefideologen aus der liberalen Mitte darüber räsoniert?  

Alles, was dieses Land wieder nach vorne bringen könnte, die Konzentration auf Bildung, Infrastruktur, funktionierende Sozial- und Gesundheitssysteme und die Entwicklung von Kultur und Wissenschaft wird unterlassen zugunsten der Schaffung antiquierten Kriegsgerätes, es wird auf ein Krieg zugesteuert, der die gegenwärtige Bevölkerungsstruktur des Landes wie den Lebensraum vernichten wird und niemandem fällt etwas auf? Nicht der Politik? Nicht der Presse? Nicht den Intellektuellen? Nicht den Künstlern? Nicht den Wissenschaftlern?

Nur der so sehr verachtete Mob, der hat das Bauchgefühlt, dass da alles in die falsche Richtung läuft. Und wenn er es zum Ausdruck bringt, dann bekommt er gesagt, er verstünde das alles nicht. Das sei für ihn zu komplex. Es ginge um unser aller Freiheit. 

Schäbiger kann man nicht argumentieren. Der Geruch von Autokratie, von Korruption, Kollusion und Nepotismus verpestet die Luft. Die Zeiten, dass sich die Menschen mit ihren Interessen und Bedürfnissen durch ihre Stimme bei Wahlen wieder Geltung verschaffen könnten, scheinen endgültig vorbei zu sein.  

Ein Geruch von Autoktatie