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Wer den Krieg will, der bekommt ihn! So oder so!

Noch gestern habe ich eine Diskussion darüber geführt, mit welchen Fragen das momentane Portfolio der bundesrepublikanischen Politik konfrontiert werden könnte. Fragen sind immer eine gute Grundlage für Diskussionen, wenn man die festgefahrenen Grabenkämpfe nicht fortführen möchte. Sie zwingen alle Beteiligten, die Möglichkeit unterschiedlicher Antworten zunächst einmal zu akzeptieren. Dass so etwas den Apologeten und Propagandisten unserer Zeit nicht schmeckt, ist bekannt, spielt aber bei der Entwicklung einer notwendigen politischen Strategie keine Rolle. Schließlich stehen alle, denen der Frieden und eine einigermaßen konsensfähige Gesellschaft am Herzen liegen, einem kriegstreibenden und neoliberalen Konsortium gegenüber, das die finale Machtfrage stellt.

Es kursierten Fragen wie die, ob schwere Waffen den Frieden ermöglichten, ob Bomben in der Lage wären, Werte zu vermitteln, ob Sanktionen hülfen, die dem vermeintlichen Feind kaum schadeten, dem eigenen Land jedoch massive Probleme bereiteten, ob der Angriff auf die kritische Infrastruktur des eigenen Landes durch einen Verbündeten nicht den Bündnisfall auslösen müsse, ob die verbreiteten Formen der Inquisition eine Gütezeichen einer liberalen Demokratie seien, ob die Kosten eines geopolitischen Konfliktes es wert seien, alle notwendigen Investitionen im eigenen Land zu verhindern oder ob Cancel Culture und Wokeness nicht Attribute eines faschistoiden Sektenwesens sind. 

Wir hatten uns geeinigt, an diesen Fragen weiter zu arbeiten, als dann die Meldung kam von der geleakten Unterhaltung von Bundeswehroffizieren, in denen sie sich unterhielten, inwiefern der Einsatz der Taurus Marschflugkörper in der Ukraine dazu geeignet sei, die Insel Krim anzugreifen und die Brücke zwischen zum russischen Festland zu zerstören. Abgehört werden konnte dieses durch russische Dienste. Das Fatale und Entsetzliche der deutschen Reaktion auf diese Nachricht ist die der immer mehr zu Kriegverbrechern  avancierenden bundesrepublikanischen Politiker, die über die Tatsache des Abhörens erzürnt waren, nicht aber über weitere Pläne der aktiven deutschen Beteiligung an einem Krieg gegen Russland. 

Mittlerweile bestreitet selbst in der NATO niemand mehr, dass Tausende NATO-Soldaten innerhalb der Ukraine aktiv sind und wir uns bereits in einem Dritten Weltkrieg befinden. Dass die deutsche Seite dort aktiv ist und längst den Kombattanten-Status erreicht hat, entspricht selbst der Einschätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Die Frage ist nur, mit welchem Schritt eine weitere rote Linie auf Seiten Russlands überschritten ist. Eine Partei-übergreifende Front von Grünen, FDP, SPD und CDU-Abgeordneten scheint mit großem Amüsement testen zu wollen, wann dieser Punkt erreicht ist. Eskortiert werden sie dabei von einer gleichgeschalteten Presse, die sich aktiv an dem Verbrechen der Kriegsvorbereitung beteiligt. Sie wollen einen Beleg? Niemand von ihnen, weder in den genannten Parteien noch in den Redaktionen der großen Zeitungen, noch in den Programmzentren der Funk- und Fernsehanstalten hat ein Interesse, über die Möglichkeit eines Friedens zu reden. Wer so unterwegs ist, will den Krieg. Und wer den Krieg will, der bekommt ihn. So oder so!

Die Zeit ist reif für neue Strategien wie Vorgehensweisen. Es kann nicht hingenommen werden, dass eine Gruße korrumpierter, charakterschwacher und überforderter und ferngesteuerter Individuen dieses und andere europäische Länder in eine Hölle verwandeln. Es geht jetzt nicht mehr um Jahre. Vielleicht nicht einmal mehr um Monate. Jeder tue, was in seiner Macht steht!  Und Solidarität unter allen, die von der Variante des Krieges nichts wissen wollen! Egal welcher politischen, religiösen oder weltanschaulichen Zugehörigkeit! Aller Spaltungsbemühungen zum Trotz! Wie sagte noch ein deutscher Politiker, der für die Hoffnung stand, etwas aus der großen Katastrophe gelernt zu haben? „Frieden ist nicht alles. Aber ohne Frieden ist alles nichts!“