Archiv der Kategorie: Lyrik

Uranus

Blaues Licht
Kalte Nacht
Polizisten suchen
Verbotene Fracht.

Stille Häuser
Wache Blicke
Versteckt
Im dichten Regen.

Geheimnisse
Die keine sind
Spannung
Die Verzweiflung gleicht.

Sphärische Töne
Aus einer fernen Welt
Zersägen
Tiefe Dunkelheit.

Ozeane
Werden Boten
Senden Noten
In das ferne Grau.
Uranus

Träume

Enge Westen
Weite Hosen
Nacktes Fleisch
Auf trübem Grund.

An der Theke steht Walküre
Lockt mit flüssigem Schatz
Rauchige Kehlen
Gurgeln die Erlösung.

Sieben Meere sind umsegelt
Und immer noch kein Land in Sicht.
Am Wochenende wird gekegelt
Und am Montag ists der Kopf
Der sticht.

Geträumt wird von der anderen Welt
In der kein Zwang mehr Einzug hält.
Erlebt wird eine andere Sphäre
In der das Dasein Urteil fällt.


Träume

Trost des Untergangs

Absonderlich sind die Geschicke
Wenn das Herz nur Trübsal bläst.
Das Unheil lauert
Hinter jeder Hecke
Und die Versicherung
Nur stiehlt.

Tausend Tode musst du sterben
Wenn die Hoffnung
Urlaub macht.
Und der Spott des Nachbarn
Aus dem Fenster lacht.

Nichts ist, was auf ewig bleibt
So der Trost des Untergangs.
Wenn die Zuversicht sich weigert
Zu bleiben, bis zur Nacht.

Lass den Sensenmann kommen,
Soll er seine Freude haben.
Auch sein Weg ist beschrieben
Und er ist dazu verdammt
Immer gleichen Kurs zu halten
Auch wenn anderes mal lockt.
Trost des Untergangs