Archiv der Kategorie: Lyrik

E. F.

Auf einer Insel
Ist heut was los
Das junge Fleisch
Frisch angeliefert.

Kühl steht der
Champagner
Eisig starrt
Der Kaviar.

Lüstern Bruzzeln
Die Alaska Crabs
Exquisite Trauben
Zur Spülung gereicht.

Zitternd
Wartet auch
Junges Gemüse
Auf den Verzehr.

Transaktionen
Deals und
Netzereien
Bilden das Präludium.

Wer nicht
Mitmacht
Ist ein weiches Ei.
Und wer gerne nascht
Ist stets dabei.

Volle Konten
Leere Hirne
Von Substanz
Keine Spur.

Ach, wie schön
Ist´s hier
Im Puff
Der Haute Volée.

E. F.

Embonpoint

Vorm Spiegel
Im vollen Ornat
Macht der mit dem Stab
Noch ein Bäuerchen.

Generäle sind gefragt
Orientierung ist gegeben
Rauchen müssen Rohre
Brennen muss das Fleisch.

Nie geträumt hat
Dieser General
Dass das große Spiel
Doch noch einmal kommt.

Glück ist schon
Ein wilder Zustand
Mit nem dicken Bauch
Und Sternenschulter.

Die Muschis
Die vom Frieden
schwadronieren
Verdienen keinen Blick.

Ein scharfes Auge
Vom umwehten Hügel
Und Marschmusik
Bringt den Traum zurück.
Embonpoint

Weiter so

Laden, kaum zu öffnen
Voll der Gewissheiten
Die nichts mehr
Zählen.

Augen, unsicher
Tastend
Nach Figuren
Des Sinns.

Die Winde
Mächtig
Illusionen tragend
Längst verstummt.

Kommandos
Den Selbstmord
Fordernd
Brüllend gegeben.

Lichter
Erkenntnis spendend
Von Finsternis
Gierig verspeist.
Weiter so