Archiv der Kategorie: Lyrik

Der kluge König

Genießt das allmähliche,
Abrupte Ende,
Das ohne Unterlass
Die Seiten füllt.

Hört auf die Stille
Nach den Tausend Chören
Die ohne Ende
Eure Sinne quälten.

Vergesst das Hoffen
Auf Erlösung
Wenn Täter
Mit Vergeltung drohen.

Lasst das Rätseln
Lasst das Suchen
Wenn die Wahrheit längst
Auf Deponien schwelt.

Bleibt bei Euch
Schaut in Euch hinein
Dort wird sich finden
Was ein Morgen hat.

Und haltet es
Mit dem einstigen König
von Westfalen,
Napoleons Bruder.

Der ging
Nach aufgeregten Tagen
In sein Gemach
Und rief:
„Morgen wieder lustik!“

Der kluge König

Graue Horizonte

Greise Weiße
Männer wie Frauen
Weite Augen
Entsetzen verbannt.

Feuer im Gebälk
Kalte Asche
Voller Werte
Pamphlete
In der Hand.

Sie sterben
Früher
Als die Hoffnung
Und haben
Das Lachen
Nicht verlernt.

Graue Horizonte

Algorithmen

Algorithmen operieren
Wie der Hitman
Im Unbewussten liegend
Auf das Vermögen zielend
Subjekt zu sein.

Alles, was bequem
Auf dem Felde
Der Gewissheit fleucht
Wird präpariert als
Eigenes Produkt.

Die Wiederholung
Ist das Gift
Mit dem das Wirkliche
Beseitigt wird.

Wer im Chore sich befindet
Erlebt Gemeinsamkeit
Und wer sich aus dem Gehege traut
Hat Gewinn
Und bleibt allein.

Algorithmen