Archiv der Kategorie: Lyrik

Träume

Enge Westen
Weite Hosen
Nacktes Fleisch
Auf trübem Grund.

An der Theke steht Walküre
Lockt mit flüssigem Schatz
Rauchige Kehlen
Gurgeln die Erlösung.

Sieben Meere sind umsegelt
Und immer noch kein Land in Sicht.
Am Wochenende wird gekegelt
Und am Montag ists der Kopf
Der sticht.

Geträumt wird von der anderen Welt
In der kein Zwang mehr Einzug hält.
Erlebt wird eine andere Sphäre
In der das Dasein Urteil fällt.


Träume

Trost des Untergangs

Absonderlich sind die Geschicke
Wenn das Herz nur Trübsal bläst.
Das Unheil lauert
Hinter jeder Hecke
Und die Versicherung
Nur stiehlt.

Tausend Tode musst du sterben
Wenn die Hoffnung
Urlaub macht.
Und der Spott des Nachbarn
Aus dem Fenster lacht.

Nichts ist, was auf ewig bleibt
So der Trost des Untergangs.
Wenn die Zuversicht sich weigert
Zu bleiben, bis zur Nacht.

Lass den Sensenmann kommen,
Soll er seine Freude haben.
Auch sein Weg ist beschrieben
Und er ist dazu verdammt
Immer gleichen Kurs zu halten
Auch wenn anderes mal lockt.
Trost des Untergangs

Spät im Jahr

Langsamkeit
Und Sorgfalt
Seit langem nicht
En vogue.

Und trotzdem
Sind die Wege lang
Keine Richtung
Im Visier.

Ziele
Nicht kalkuliert.
Froher Mut
Küsst Bräsigkeit.

Zorn ist
Die Würze
In dem Spiel.
Rien ne va plus!

Vergebung
Ein unbekanntes Wort
Im Strudel
Der Vergeblichkeit.
Spät im Jahr