Es gibt verschiedene Gründe, sich über das Verhalten von Nachbarn beunruhigt zu fühlen. Ist man ein sozial denkender Mensch, so kann das bereits sein, wenn man einen Nachbarn dabei beobachtet, wie er sich durch eine schlechte Lebensführung gesundheitlich schädigt oder durch unbesonnenes Konsumverhalten in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt. Es kann aber auch sein, dass sich eine Nachbareinheit untereinander ständig und heftig streitet und dadurch nicht nur den Hausfrieden stört, sondern auch das Ganze in eine Atmosphäre befördert, die das Zusammenleben unerträglich macht. Enden kann eine verkorkste Nachbarschaft gar in gegenseitigen Attacken, angefangen von der Beschimpfung bis hin zum tätlichen Angriff. Irgendwann sind es dann immer die Geschädigten, die zunächst um Rechtsbeistand ersuchen und letztendlich, wenn das auch nichts fruchtet, eine Spedition anrufen und den Auszug terminieren.
Oftmals ist das Verhältnis von Staaten oder Gemeinwesen nicht anders, mit dem einen wesentlichen Unterschied, dass letztendlich ein ganzer Staat oder ein komplettes Volk nicht ausziehen kann. Leider, und allein die Feststellung wird nicht viele neue Freunde hinzugewinnen, trifft die oben beschriebene Gangart zu, die der Staat Israel mit der palästinensischen Autonomie im Gaza-Streifen und dem israelisch besetzten Westjordanland der letzten Jahre erlebt hat. Nach dem Zugeständnis zur Bildung von Verfassungsorganen wie einem Parlament, einem gewählten Präsidenten und einer eigenen Verwaltung, durchliefen die Palästinenser eine fatale Entwicklung. Staatsapparat wie politische Führung fielen in die Hände der so genannten Tunesier, d.h. Vertretern der PLO, die in Tunis, Algier oder Kairo im Exil gelebt und die Kader der PLO gestellt hatten. Diese kehrten zurück und besetzten alle relevanten Posten. Schon kurze Zeit später verkam das Land im Chaos, Ämter konnten gekauft werden, internationale Hilfsgelder verschwanden in dunklen Kanälen und die Korruption war ein Schlag ins Gesicht der jungen nationalen Ehre.
Hisbollah und später Hamas wurden die Nutznießer einer korrupten und unfähigen Staatsführung, sie pochten auf palästinensische Werte und prangerten die kapitalistische Gefräßigkeit der heimgekehrten PLO-Mitglieder an. Die folgenden Parlamentwahlen brachten die Quittung, nun war jung Palästina von den Händen korrupter Dons in die fundamentalistischer Mullahs übergegangen, die wie auf Ansage begannen, Brandsätze über den Zaun zum Nachbarn Israel zu schleudern und seine Existenz mal wieder grundlegend in Frage zu stellen.
Die Wahlen, die nun in Israel durchgeführt wurden, haben einen Erdrutschsieg der Rechten zur Folge gehabt, Kadima-Partei und Likud-Block und einige kleine Parteien würden eine parlamentarische Mehrheit der Rechten ermöglichen, aber noch muss es nicht soweit kommen. Zipi Livni, die Chefin von Kadima, momentan mit einem einzigen Sitz vor Likud, würde gerne auch mit der Arbeitspartei von der Linken verhandeln, um eine Regierung der nationalen Einheit zu formen. In Israel wissen alle, worum es jetzt geht, deshalb rückt man zusammen und lässt die eigenen Falken steigen, der Nachbar und seine vermeintlichen Freunde aus dem Viertel, sie haben es mal wieder viel zu weit getrieben.

Was dort geschiet ist unter aller Kanone… Darüber muss man nicht streiten. Es ist schade das die Menschen nicht begreifen das man in frieden immer besser lebt als in Krieg. Das der krieg nur Verlust bedeutet und nur wenigen Machinhabern zugute kommt. Der Gazastreifen ist ein weiteres Beispiel dafür. KOrruption gibt es aber überall in den Parlamenten. Manche Staaten sin nur etwas weiterentwickelt und in ihrem System gefangen, so das eine stetige Kontrolle besteht. Zumindest aber die Kontrolle über die Medien. Wenn ein Volk wissen würde was alles im Parlament geschieht, sähe es ganz anders aus. Die Menschen hatten mal wieder großeß Pech, leider waren sie nicht in der Lage zu handeln, so nahm das Unheil seinen Lauf… schade! 😦